Worum es geht
Ein Fahrtenbuch lohnt sich, wenn der private Nutzungsanteil gering ist oder das Fahrzeug einen hohen Listenpreis hat. Es muss zeitnah, lückenlos und in geschlossener Form geführt werden – lose Zettel oder eine nachträglich ausgefüllte Excel-Tabelle werden nicht anerkannt.
Für jede betriebliche Fahrt sind erforderlich: Datum, Kilometerstand zu Beginn und Ende, Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchter Geschäftspartner. Private Fahrten werden nur mit der Kilometerangabe erfasst.
Beispiel
Ein Fahrzeug mit einem Bruttolistenpreis von 60.000 Euro wird zu 15 Prozent privat genutzt. Bei der Ein-Prozent-Regelung wären monatlich 600 Euro anzusetzen. Mit einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch werden nur die anteiligen tatsächlichen Kosten angesetzt – bei jährlichen Gesamtkosten von 12.000 Euro also 1.800 Euro im Jahr.
Häufige Fehler
- Das Fahrtenbuch wird am Monatsende aus dem Gedächtnis ausgefüllt. Damit fehlt die Zeitnähe und es wird verworfen.
- Umwegfahrten werden nicht erfasst, sodass Kilometerstände nicht zusammenpassen.
- Der Wechsel zwischen Methoden erfolgt unterjährig. Die Methode ist für das gesamte Jahr und je Fahrzeug einheitlich zu wählen.
Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Recherche kann sich die Rechtslage geändert haben.
Stand: 17. August 2026

