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Buchführung

Liquiditätsplanung

Auch: Liquiditätsplan · Finanzplan

Definition

Die Liquiditätsplanung stellt erwartete Zahlungseingänge und -ausgänge über einen Zeitraum gegenüber und zeigt, ob die Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert ist.

Worum es geht

Gewinn und Liquidität sind zwei verschiedene Dinge. Ein Betrieb kann profitabel sein und trotzdem zahlungsunfähig werden – etwa weil Kunden spät zahlen, während Löhne und Steuern pünktlich fällig sind.

Eine brauchbare Planung umfasst mindestens die nächsten sechs bis zwölf Monate und enthält auch die Positionen, die gern vergessen werden: Umsatzsteuer, Einkommensteuer-Vorauszahlungen, Gewerbesteuer, Versicherungsbeiträge, Sonderzahlungen an Mitarbeitende und geplante Investitionen.

Beispiel

Ein Betrieb plant im März eine Maschine für 30.000 Euro. Die Planung zeigt, dass im selben Monat die Einkommensteuer-Vorauszahlung und das Urlaubsgeld fällig werden. Eine Verschiebung auf Mai vermeidet den Engpass, ohne dass Aufträge verloren gehen.

Häufige Fehler

  • Es wird mit Rechnungsdaten statt mit realistischen Zahlungszeitpunkten gerechnet.
  • Die Umsatzsteuer wird als eigenes Geld betrachtet. Sie ist durchlaufender Posten und gehört dem Finanzamt.

Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Recherche kann sich die Rechtslage geändert haben.

Stand: 17. August 2026