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Digitalisierung

Verfahrensdokumentation

Definition

Die Verfahrensdokumentation beschreibt, wie Belege in einem Unternehmen entstehen, erfasst, verarbeitet, aufbewahrt und wiedergefunden werden.

Worum es geht

Die GoBD verlangen, dass ein sachverständiger Dritter die Buchführung in angemessener Zeit nachvollziehen kann. Genau das leistet die Verfahrensdokumentation – sie ist die Bedienungsanleitung zu Ihrer Buchhaltung.

Sie besteht üblicherweise aus vier Teilen: einer allgemeinen Beschreibung, einer Anwenderdokumentation der eingesetzten Systeme, einer technischen Systemdokumentation und einer Betriebsdokumentation mit Zuständigkeiten und Zugriffsrechten.

Besondere Bedeutung hat sie beim ersetzenden Scannen: Papierbelege dürfen nur dann vernichtet werden, wenn der Scanprozess dokumentiert ist und auch so gelebt wird.

Beispiel

Ein Handwerksbetrieb beschreibt: Belege werden am Tag des Eingangs mit der App fotografiert, wöchentlich freigegeben, monatlich gebucht und im Archivsystem zehn Jahre aufbewahrt. Zuständig ist die Bürokraft, Vertretung ist der Inhaber.

Häufige Fehler

  • Sie fehlt vollständig – das ist der Regelfall bei kleineren Betrieben.
  • Sie existiert, beschreibt aber einen Ablauf, der im Betrieb längst anders läuft.
  • Änderungen an Systemen werden nicht nachgeführt; es fehlt die Versionshistorie.

Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen wieder und ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Recherche kann sich die Rechtslage geändert haben.

Stand: 17. August 2026